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Sigma 35 mm F1.4 DG II Art Objektiv Neuheit Titelbild - Foto Koch Blog
Lesezeit: 5 Minutenvon Karis FrehseVeröffentlicht am 16. April 2026

Sigma 35 mm F1.4 DG II Art:

Die Neuauflage eines Klassikers

Kaum ein Objektiv ist so eng mit der Geschichte der Sigma-Art-Reihe verbunden wie das 35 mm F1.4. Es war eines der Objektive, die den Ruf der Art-Serie überhaupt erst geprägt haben: hohe Schärfe, starke Bildwirkung und ein klarer Anspruch an professionelle Qualität (und das zu einem sehr guten Preis). Für viele Profifotografen und ambitionierte Nutzer war und ist dieses 35er deshalb bis heute ein echter Klassiker.

Gerade deshalb ist es so spannend, dass Sigma dieses Objektiv nicht einfach nur leicht überarbeitet hat. Die neue Generation knüpft an den legendären Status des Vorgängers an, will ihn aber in nahezu allen wichtigen Bereichen modernisieren - bei der optischen Leistung, beim Autofokus, bei der Baugröße und bei der Eignung für Foto wie Video. 

Sigma 35mm f/1.4 DG II Art Sony FE-Mount

  • Lichtstarkes Objektiv für Vollformat-Systemkameras
  • Außergewöhnliche Auflösung über den gesamten Bildbereich
  • Kompakt, leicht, kompromisslos
  • Intensives und schönes Bokeh ohne Farbsäume
  • Neu entwickelte AAC-Beschichtung (Advanced Amorphous Coating)
  • Dual-HLA-Antrieb für schnellen, leisen und präzisen Autofokus

Genau das macht diese Neuauflage so interessant. Denn ein Objektiv mit diesem Namen trägt automatisch große Erwartungen mit sich. Sigma scheint diese Erwartungen sogar übertreffen zu wollen und verspricht die beste optische Leistung, die es bisher in der Art-Reihe gab.

Starke Bildqualität von der Mitte bis zum Rand

Einer der wichtigsten Punkte bei einem lichtstarken 35mm-Objektiv ist natürlich die Leistung bei Offenblende. Hier setzt Sigma besonders stark an: Das neue 35 mm F1.4 DG II Art soll selbst bei F1.4 eine außergewöhnlich hohe Auflösung über das gesamte Bildfeld liefern. In der Praxis hast du also nicht nur ein scharfes Zentrum, sondern auch eine überzeugende Detailwiedergabe bis in die Randbereiche hinein.

Um das zu ermöglichen, nutzt Sigma eine neue optische Konstruktion:

  • 15 Elemente in 12 Gruppen
  • Neue Glasmaterialien plus 4 asphärische Elemente und 2 SLD-Elemente sorgen für sehr gute Unterdrückung von Aberrationen

Zusätzlich setzt Sigma auf eine neue AAC-Beschichtung, die Flares und Ghosting reduzieren soll. Gerade bei Gegenlicht oder schwierigen Lichtsituationen kann das für klarere, kontrastreichere Bilder sorgen. Unterm Strich deutet also vieles darauf hin, dass Sigma hier nicht nur ein bewährtes Konzept fortführt, sondern die optische Leistung spürbar weiterentwickelt hat. 

Bild: Sigma (Du Li Chao)
Bild: Sigma (Du Li Chao)

Bokeh und Bildlook

Ein großer Teil der Faszination bei Festbrennweiten wie ein offenblendiges 35mm liegt im Bildlook, also in der Art, wie Schärfe, Unschärfe und Übergänge zusammenspielen. Sigma verspricht beim neuen 35 mm F1.4 DG II Art ein natürliches, intensives Bokeh, das nicht künstlich überzeichnet wirkt, sondern Motive sehr angenehm freistellen kann.

Besonders spannend ist dabei, dass die verbesserte Kontrolle von chromatischer Aberration nicht nur der Schärfeebene zugutekommt, sondern auch den unscharfen Bildbereichen. Das kann helfen, störende Farbsäume im Vorder- und Hintergrund zu minimieren und den Gesamteindruck ruhiger wirken zu lassen. Hinzu kommen 11 abgerundete Blendenlamellen, die auch beim Abblenden für eine möglichst runde Blendenöffnung sorgen sollen. Dadurch bleibt der Unschärfeverlauf weich und harmonisch, statt schnell unruhig oder kantig zu wirken. 

Bild: Sigma (Elliot Aubin)
Bild: Sigma (Du Li Chao)

Kompakter und leichter

Oft bedeutet mehr optische Leistung bei lichtstarken Objektiven auch mehr Größe und mehr Gewicht. Beim 35 mm F1.4 DG II Art ist aber genau das Gegenteil gelungen. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Objektiv etwa 30 Prozent leichter und etwa 20 Prozent kürzer geworden.

Sigma 35mm F1.4 DG DN ART (FE-Mount):

  • Länge ca. 109,5 mm
  • Durchmesser ca. 75,5 mm
  • Gewicht ca. 645 g

Sigma 35 mm F1.4 DG II ART (FE-Mount):

  • Länge ca. 96 mm
  • Durchmesser ca. 73 mm
  • Gewicht ca. 525 g

Möglich wird das unter anderem durch ein Floating-Focus-System, das nicht nur die optische Leistung verbessern, sondern auch zur kompakteren Bauweise beitragen soll. Dazu kommt eine hochwertige Ausstattung mit Staub- und Spritzwasserschutz sowie einer wasser- und ölabweisenden Frontlinse. Das macht das neue 35er nicht nur für den kontrollierten Studioeinsatz interessant, sondern auch für Reportage, Reise und Außeneinsatz unter weniger idealen Bedingungen.

Schneller Autofokus und mehr Videotauglichkeit

Beim Autofokus setzt Sigma auf ein Dual-HLA-System, das schnell, leise und präzise arbeitet. Gerade bei einem lichtstarken F1.4-Objektiv ist das besonders wichtig, weil der Schärfebereich offenblendig sehr klein sein kann. Ein zuverlässiger Autofokus ist deshalb nicht nur Komfort, sondern entscheidend für die Alltagstauglichkeit.

Auch Videografen dürften sich die neue Version genauer anschauen. Sigma hat das Focus Breathing minimiert, das in der Praxis für natürlichere Fokusverlagerungen und ein insgesamt ruhigeres Bild sorgt.

Dazu kommt eine Ausstattung, die klar in Richtung professioneller Nutzung zielt:

  • zwei AFL-Tasten
  • Blendenring mit Klick- und De-Klick-Funktion
  • Lock-Schalter, der unbeabsichtigtes Verstellen verhindert

Das sind keine riesigen Schlagzeilen-Features, aber genau die Details, die im Alltag einen Unterschied machen können. 

Fazit

Das neue Sigma 35 mm F1.4 DG II Art wirkt wie eine sehr konsequente Weiterentwicklung eines ohnehin schon legendären Objektivs. Gerade weil das ursprüngliche 35er für Sigma und viele Nutzer so eine wichtige Rolle gespielt hat, war die Erwartung an einen Nachfolger entsprechend hoch. Nach allem, was Sigma bislang zeigt, scheint das Ziel klar zu sein: ein Update des 35mm-F1.4, das in nahezu allen entscheidenden Punkten zulegt.

Besonders spannend ist dabei auch der Blick auf die Konkurrenz. Das neue Sigma performt in der Praxis tatsächlich auf einem vergleichbaren Niveau, wie das Sony 35mm F1.4 GM - also einem der stärksten 35er im E-Mount-Bereich - bleibt dabei aber spürbar günstiger. Das ist ein extrem starkes Argument! Es zeigt vor allem, wie stark Hersteller wie Sigma inzwischen geworden sind. Dass ein Drittanbieter heute eine derart hohe optische und mechanische Qualität zu einem so konkurrenzfähigen Preis auf den Markt bringt, ist schon ziemlich beeindruckend.

Wer die 35-mm-Brennweite schätzt und ein lichtstarkes Objektiv für Sony FE oder L-Mount sucht, sollte das neue Sigma 35 mm F1.4 DG II Art definitiv im Blick behalten. Denn dieses Objektiv will nicht einfach nur an einen Klassiker anknüpfen - es will ihn überzeugend in die Gegenwart holen. 

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