
Ratgeber: Kameras für die Tierfotografie 2025
Seit 2023 ist die Tierfotografie erneut im Trend, deswegen möchten wir den Einsteigern und den Profis unter euch einmal die besten aktuellen Kameras für die Tierfotografie vorstellen:
Inhaltsverzeichnis

Facetten der Tierfotografie
Die Tierfotografie ist der Oberbegriff für die verschiedenen Gebiete die sich technisch in kleineren Nuancen unterscheiden, und anderes Zubehör benötigen. So gibt es die klassische Hundefotografie, Katzenfotografie und die Pferdefotografie - wer gerne raus in die Natur geht, der verfällt schnell der Kategorie der Wildlifefotografie oder der Vogelfotografie. Diese unterscheiden sich z.B. in der Stativ & Kopfwahl.
Anforderungen an die Kameras für die Wildlifefotografie
Wer sich noch gar nicht auskennt mit Kameras und vielleicht auch noch nicht weiß, was man für die Fotografie von wilden Tieren benötigt, dem erklären wir nachfolgend die wichtigsten technischen Daten für die Wahl der richtigen Kamera, auf jeden Aspekt gehen wir kurz ein:
- Serienbildgeschwindigkeit: Je höher die Serienbildgeschwindigkeit ist, um so wahrscheinlicher ist es den Moment des Geschehens einzufangen. Eine Kamera sollte am besten mindestens 9 Bildern pro Sekunde erreichen, Kameras mit elektronischem Verschluss können oft eine wesentlich höhere Serienbildgeschwindigkeit erreichen, in Top-Modellen sogar bis zu 120 Bilder pro Sekunde! Die Kamera sollte natürlich dann einen großen internen Puffer bieten, damit trotz hoher Serienbildrate mehrere Sekunden am Stück fotografiert werden kann.
- Megapixel: Sie bieten Spielraum für den Beschnitt und bietet die Möglichkeit mehr Details einzufangen, limitiert aber die ISO Performance bei dunklen Situationen, denn Megapixelmonster fangen bei Dunkelheit schneller an zu rauschen. Dazu haben wir einen Artikel: Megapixel erklärt
- Sensor-Typ: Profi-Kameras für Wildlifefotografie setzen häufig auf sogenannte „Stacked BSI“ Sensoren. Diese zeichnen sich durch eine schnelle Auslesegeschwindigkeit und eine hohe Lichtempfindlichkeit aus, somit wird der unschöne Rolling-Shutter Effekt reduziert und der Sucher der Kamera bleibt ruckelfrei – besonders wichtig für Aufnahmen von Vögeln im Flug! Mittlerweile gibt es sogar die erste Kamera mit sogenannten „Global Shutter“ Sensor: mit diesem lässt sich der Rolling-Shutter Effekt sogar komplett vermeiden.
- Sensorgröße / Cropfaktor: Da die Brennweite eines Objektives immer für einen Vollformat Sensor gerechnet ist, muss man um die effektive Brennweite eines Objektives an einer Kamera mit kleinerem Sensor zu berechnen, den sogenannte Cropfaktor einkalkulieren. Der Cropfaktor verlängert die effektive Brennweite deines Objektives und du kommst „näher“ an dein Motiv ran. Ein Vollformat Sensor wird mit einem Cropfaktor von „1x“ gerechnet, ein APS-C Sensor hat einen Faktor von „1,5x“ oder „1,6x“ und ein MFT Sensor einen Crop von „2x“.
- Beispielrechnung: Vollformat Sensor mit 200mm Objektiv x Cropfaktor 1 = 200mm APS-C Sensor mit 200mm Objektiv x Cropfaktor 1,5 = 300mm (in Vollformat-Äquivalent umgerechnet) MFT Sensor 200mm x Cropfaktor 2 = 400mm in Vollformat-Äquivalent umgerechnet. Dafür sind aber die einzelnen Pixel des Sensors kleiner, was zu einem schlechteren Rauschverhalten führt.
- ISO Performance / Rauschverhalten: Die Sensorgröße wirkt sich auch auf das Rauschverhalten der Kamera aus. Je größer ein Sensor ist und je weniger Megapixel er hat, desto größer können die einzelnen Pixel sein, das ist der sogenannte „Pixel-Pitch“. Je größer ein Pixel ist, desto sensibler ist er für einfallendes Licht, und desto besser ist das Rauschverhalten. In der Praxis sind Kameras mit einem Vollformatsensor somit deutlich besser für Aufnahmen bei wenig Licht geeignet als Kameras mit APS-C oder MFT Sensoren. Eine Kamera sollte für die Wildlife-Fotografie mindestens ISO 12.800 erreichen können, denn besonders spannendes Verhalten zeigen Tiere oft bei Sonnenauf- oder -untergang!
- Sensorstabilisierung: Spiegellose Systemkameras bieten meistens eine Sensorstabilisierung (IBIS), welche besonders hilfreich ist um aus der Hand scharfe Aufnahmen trotz einer langen Belichtungszeit zu realisieren. Zusammen mit einem modernen Objektiv mit integrierter Objektiv-Stabilisierung lässt sich so selbst bei wenig Licht noch gut fotografieren! Fortgeschrittene Systeme erlauben es so sogar aus der Hand Videos aufzunehmen.
- Autofokus: Moderne Kameras sind dank KI Unterstützung für das Autofokussystem in der Lage Motive selbstständig zu erkennen und zu verfolgen. Neben Menschen können mittlerweile auch viele Tiere zuverlässig erkannt und fokussiert werden, dabei stellt die Kamera selbstständig das Auge scharf! Selbst in dunklen Situationen bieten moderne Kameras eine sehr gute Autofokusleistung. Während manche Einsteiger-Kameras zur eine begrenzte Fläche des Sensor für den Autofokus nutzen, verwenden fortgeschrittene und Profimodelle den vollen Sensor.
- Vor-Aufzeichnung / Pre-Capture:
Viele fortgeschrittene und Profi-Modelle bieten eine Vor-Aufzeichnungsfunktion, dabei wird nimmt die Kamera bereits Fotos auf noch bevor der Auslöser voll durchgedrückt ist! Diese Funktion ist besonders praktisch um unvorhersehbare Momente wie einen Eisvogel der in das Wasser eintaucht oder einen Vogel der von einem Ast abfliegt zu fotografieren. - Witterungsbeständigkeit: Die Kamera sollte mindestens Nieselregen aushalten, denn wer in die Natur geht, der muss immer mit unvorhersehbarem Wetter rechnen. Viele moderne Kameras sind mittlerweile besonders gut geschützt und halten gerne auch einen Regenschauer aus.

Die besten Kameras für Tierfotografie
Jetzt kommen wir zum Highlight, die Auswahl der Kameras, die sich besonders gut für die Tierfotografie eignen. Wir haben in der Vergangenheit einen bereits einen Artikel über gute Objektive für die Wildlife / Safarifotografie verfasst.
Nachfolgend findest du unser gesamtes Sortiment an Systemkameras:
Kameras für Einsteiger und ambitionierte Amateure
Die nachfolgenden Kameras überzeugen uns mit ihrer hervorragenden Kombination aus technischen Fähigkeiten und einem attraktiven Preis, perfekt für die Hobby-Wildlifefotografie.
Fujifilm X-H2S
Die APS-C Kamera aus dem Hause Fujifilm bietet ein schnelles Autofokussystem mit 26 Megapixeln und einem maximalen ISO von 51.200 und mit dem elektronischen Verschluss lassen sich bis zu 40 Bilder die Sekunde aufnehmen. Das ist schon eher ein Feature im Profiniveau. Wer zwischendrin ein Video produzieren möchte, profitiert hier von bis zu 120B/s bei 4K.
Canon EOS R7
Das APS-C Flagschiff von Canon bietet eine besonders hohe Auflösung von 32,5 Megapixeln in Kombination mit einer hohen Serienbildrate von 15 Bilder pro Sekunde mit dem mechanischen-, sowie 30 Bilder pro Sekunde mit dem elektronischen Verschluss. Zusammen mit dem schnellen Autofokussystem, IBIS und RAW-Voraufzeichnungsfunktion ist sie eine sehr gute Wahl im Canon System!
Canon EOS R6 III
Die erste Kamera in diesem Artikel mit einem Vollformatsensor, sie bietet 40 Bilder die Sekunde mit dem elektronischen Verschluss bei voller 32,5 MP Auflösung. Der Autofokus der R6 Mark III arbeitet zuverlässig selbst bei sehr widrigen Lichtverhältnissen, und mit einer starken ISO Performance sowie 8,5-Stufen IBIS bietet diese Kamera eine Kombination, die selbst in der Dämmerung tolle Fotos ermöglicht. Insbesondere die Pre-Capture Funktion mit Fotos in RAW und Videos in 10-bit mit bis zu 4k 120fps ist ein Highlight dieser Kamera für die Wildtierfotografie!
Nikon Z6 II
Nikon bietet starke Sensoren rund um die dynamische Reichweite und einen 24,5-MP-Sensor. Sie hat im Gegensatz zum Vorgänger auch zwei Kartenslots und bietet somit auch genügend Speicherplatz für lange Serienaufnahmen. Sie bietet 14 Bilder pro Sekunde mit einem Autofokus, der in der Dämmerung noch recht zuverlässig arbeitet.
Nikon Z6 III
Der Nachfolger der Nikon Z6 II bietet eine verbesserte Autofokusleistung und einen besonders hellen und farbstarken Sucher, der das Seherlebnis noch einmal angenehmer gestaltet. Die Pre-Capture Funktion der Z9 & Z8 sind auch mit verbaut, bei der Verwendung des elektronischen Verschlusses sind hier bis zu 120 Bilder pro Sekunde möglich. Sie verfügt wie ihr Vorgänger über 24,5 Megapixel, aber mit einen neuen half-stacked Sensor für eine höhere Auslesegeschwindigkeit und ein besseres Seherlebnis.
Sony Alpha 6700
Bietet modernste Technik hinsichtlich Autofokus und 4K Video mit 120 Bildern die Sekunde. Dank APS-C Cropfaktor ist man besonders nah am Motiv dran, und kann dabei alle E-Mount Objektive nutzen – ideal als Zweitkamera für eine Vollformatkamera. Sie bietet eine Serienbildgeschwindigkeit von 11 Bildern pro Sekunde.
Sony Alpha 7 IV
Sie bietet im Vollformat 33 Megapixel und ein sehr gutes Autofokussystem, das seinen gleichen sucht. Mit 10 Bildern pro Sekunde und einem sehr großen Puffer bietet die Kameras vieles, was professionelle Fotografen für den Einsatz benötigen. Sie ist maximal flexibel und sollte sich der Schwerpunkt einmal schieben, bietet sie auf jedem Gebiet eine sehr gute Performance.
Sony Alpha 7 III
Die Kamera ist nicht die neueste in der Aufstellung, aber immer noch ein wahrer Preisleistungs-Champion. Sie bietet nicht nur eine Sensorstabiliserung, sondern ist auch mit 10 Bilder die Sekunde nicht schlecht aufgestellt. Ein weiterer Vorteil ist das große Sortiment der Sony FE kompatiblen Objektive - auch von Drittherstellern.
Panasonic Lumix S5II
Mit dem elektronischen Verschluss schafft die Kamera bis zu 30 Bilder die Sekunde, mit dem mechanischen Verschluss schafft die Kamera immer noch 9 Bilder die Sekunde. Sie bietet Dual Native ISO und einen starken Preis mit einem guten Preisleistungsverhältnis. Der L-Mount verfügt über starke Partner mit guten Objektiven und viele Funktionen, die denn Alltag mit der Kamera erleichtern.
Sony Alpha 7R V
Diese Kamera bietet einen Autofokus, der weiß, ob man zur Kamera Gewand steht oder nicht. Auch sie hat ein neues Displaysystem zum Drehen und Schwenken. Der IBIS leistet eine Stabilisierung bis zu 8 Blendenstufen. Sie bietet neben all dem noch starke Videofunktionen wie 8K24p und 4K120p. Mit 10 Bildern pro Sekunde ist sie nicht super schnell, aber immer noch flott genug.
OM SYSTEM OM-1-II
Neben ihrem 20 Megapixel Stacked BSI MFT Sensor, modernem Autofokus und starkem IBIS überzeugt diese Kamera auch durch ihre kompakte Größe. Dank dem 2-fachen Cropfaktor ist man besonders nah am Motiv, und mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde in RAW mit Pre-Capture lassen sich auch kleine Motive mühelos fotografieren.
Profikameras
Hier gehen die Preise schnell nach oben, aber die Leistung ebenso. Auch in Punkto Tastenbelegung, Handling und Co bieten diese Geräte an einigen Stellen weitere Vorteile, die Alternativen nicht immer bieten. Wer nichts dem Zufall überlassen will, wird hier fündig:
Canon EOS R5 II
Hier starten wir mit dem Profiequipment für die Tierfotografie, diese Kamera ist nicht nur super zuverlässig was die Witterungen angeht, sondern bietet auch Leistung auf Flagschiff-Niveau. Mit ihrem 45 MP Stacked BSI Vollformatsensor, 8,5 Stufen IBIS und bis zu 30 Bildern pro Sekunde Serienbildrate lässt sie keine Wünsche offen. Sie bietet Pre-Capture sowohl mit RAW Fotos, als auch mit 10-bit Videos, und das sogar bis zu 4K120 und 2K 240 fps! Dabei überzeugt auch ihr brillianter ruckelfreier Sucher sowie ihre blitzschneller modernster Autofokus mit Motiverkennung und -verfolgung. Kombiniert mit den hochwertigen Objektiven des Canon RF Systems entstehen so atemberaubende Aufnahmen mit besonders hoher Detailschärfe.
Nikon Z9
Die Z9 hatte bei ihrer Markteinführung große Wellen geschlagen in den Medien. Sie hat keinen mechanischen Verschluss und bietet mit ihrem 45 MP Stacked BSI Vollformatsensor bis zu 1/32.000 Verschlusszeit, mit 20 Bildern pro Sekunde bietet sie genug Flexibilität für die tierischen Momente. Der Autofokus ist sehr treffsicher und mit ihrem integrierten Handgriff ist sie ausgesprochen robust.
Canon EOS R5
Sie ist ein echter Hybrid zwischen Foto und Video, sie legt aber dabei eher den Fokus auf die Fotografie. Sie bietet wie die Z9 viele Megapixel, die es erlauben auch weiter in das Bild zu croppen ohne Detailverlust. Mit 20 Bildern die Sekunde, mit dem elektronischen Verschluss und 4K 120fps (8K30 sind möglich) bietet sie Performance und zukunftsorientierte Funktionen, die einem lange Freude an der Kamera bereiten.
Sony Alpha 9 II
Ja es gibt einen Nachfolger die 9III mit Global Shutter, doch ist die 9II nicht wesentlich uninteressanter geworden. Denn sie bietet 20 Bilder die Sekunde (elektronischen Verschluss) und eine Verschlusszeit von 1/32 000. Einem sehr schnellen und treffsicheren Autofokus.
Sony Alpha 9 III
Die a9iii setzt neue technologische Maßstäbe: Mit dem weltweit ersten Stacked-CMOS-Vollformatsensor mit Global-Shutter gehört der Rolling-Shutter Effekt der Vergangenheit an. Diese Kamera bildet mit vollen 24 Megapixel Auflösung in RAW bei bis zu 120 Bildern pro Sekunde mit Pre-Capture und ultraschnellen Verschlusszeiten von bis zu 1/80.000 Sekunde und brilliantem Autofokus selbst schnellste Bewegungen pixel-perfekt ab.
Sony Alpha 1 II
Wer mehr Auflösung als bei der a9iii sucht, findet mit der a1ii die Kamera für sich. Mit ihrem 50 MP Stacked Vollformat Sensor erreicht sie bis zu 30 Bilder pro Sekunde in RAW mit Pre-Capture und blitzschnellem Autofokus. Dazu überzeugt sie auch mit 8K30 sowie 4K120fps Videos – ideal um Tiere zu filmen.
Nikon Z8
Dies ist die kleine Schwester der Z9 sie kann im Prinzip alles, was die Z9 kann, nur eben etwas kleiner und kompakter, sie hat das innovative Displaykonzept und verwendet die gängigen EN-EL15 Akkus. Das ist besonders spannend für alle Umsteiger aus dem Spiegelreflexsystem bspw. der D4,D3 oder älter.
Canon EOS R1
Die Canon EOS R1 überzeugt mit ihren ausgezeichneten Low-Light Fähigkeiten, ihrem superschnellen 24,2 Megapixel BSI Stacked Sensor, sowie den hochpräzisen AF-Kreuzsensoren. Das Flagschiff Canons wartet mit Robustheit und Zuverlässigkeit für höchste Ansprüche auf, ob im Regenwald oder auf hoher See, mit Pre-Capture Funktion in RAW bei bis zu 40 Bildern pro Sekunde und extrem schnellem Autofokus ist diese Kamera für Höchstleistungen gebaut.
Warum MFT spannend ist für die Tierfotografie
Die wenigsten sprechen über das MFT System, denn es wird gerne kleingeredet, doch der größte Vorteil liegt in der Kompaktheit und der Sensorgröße. Die Sensorgröße bringt einen Cropfaktor von 2 mit und das MFT System bietet kleine kompakte Objektive mit einer langen Brennweite. Im Vollformat sind 200mm = 200mm, doch im MFT System sind diese 200mm direkt 400mm.
Tipps für die Wildlifefotografie
Wenn du in einem neuen Gebiet unterwegs bist und etwas Zeit hast, bietet es sich an mit Wildkameras zu arbeiten um die Wege der Tiere zu finden und vielleicht auch die Uhrzeiten an denen man sie am ehesten antrifft zu erfassen. (Bitte recherchiere ob du in deinem Gebiet Wildkameras einsetzen darfst, bevor du sie verwendest.)
Wenn man Tiere aus der Entfernung aufspüren möchte, bietet sich ein Fernglas an, dieses sollte mindestens einen Durchmesser von 30mm und eine Vergrößerung von 8 gewährleisten. Passende Ferngläser findest du hier:
Nach der Recherche kommt die „Jagd“ nach dem perfekten Foto! Dabei hilft es neben Tarnkleidung auch das Objektiv und sich selbst zu tarnen. Dafür bietet sich ein praktisches Tarnzelt an (Bitte recherchiere ob du in deinem Gebiet Tarnzelte einsetzen darfst, bevor du sie verwendest):
Die perfekte Tarnung wird gerade bei langen Optiken wie einem Teleobjektiv relevant, da diese mit ihrer Form und Farbe leicht aus der Umgebung herausstechen. Hierfür bietet sich eine Objektivtarnung an:
Das beste Gadget, das Punktvisier
Viele Tierfotografen nutzen gerne ein Punktvisier, um das Fotografieren mit langen Brennweiten zu erlernen. Sobald man es auf dem Blitzschuh der Kamera montiert hat, erlaubt es einem schnell und einfach zu sehen wohin die Kamera gerade zeigt – besonders praktisch um schnell ein Motiv wie einen fliegenden Vogel im Himmel zu finden, selbst wenn man mit einer langen Festbrennweite arbeitet!
OM SYSTEM EE-1 Punktvisier
- leichtes Verfolgen mit langen Brennweiten
- mit Blitzschuhbefestigung
- batteriebetrieben
Einstellungen für die Tierfotografie (Für Anfänger)
Die folgenden Einstellungen sind eine grobe Orientierungshilfe, je nach Situation und Lichtverhältnissen sollten sie weiter angepasst werden. Die wichtigste Komponente für die Tierfotografie ist die Verschlusszeit, diese sollte möglichst kurz gewählt sein, um Bewegungen einzufrieren.
Hier ist alles ab 1/640 ein guter Wert, gerade wenn die Kamera über einen elektronischen Verschluss verfügt, können extrem kurze Belichtungszeiten erreicht werden von unter 1/8000. Das geht vor allem dann wenn die Sonne scheint, um die ISO nicht zu hoch ziehen zu müssen.
Auch 1/10 kann genutzt werden wenn die Lichtverhältnisse es erfordern, dann sollte die Kamera aber auf einem Stativ verwendet werden, im Bewegungsunschärfe zu vermeiden.
Eine Blende sollte man nach dem Motiv und der Tageszeit entscheiden, oft bietet sich ein Wert zwischen Blende f2,8 – f11 an, das hängt natürlich auch von deinem Objektiv an, dass du verwendest und ob ein Teleadapter verwendet wurde. Viele Tierfotografen fotografieren so Offenblendig wie möglich, um ein schönes Bokeh zu erhalten.
Wenn du möchtest, kannst du auch in den Blendenprioritätsmodus deiner Kamera wechseln, dieser hat je nach Hersteller einen anderen Namen, dann wählst du die Blende und die ISO selbst, aber die Belichtungszeit stellt die Kamera selber ein.
Unser Fazit
Die Tierfotografie hat so viele Anforderungen die man im Detail betrachten muss, für jeden Themebereich den man fotografieren möchte können die Anforderungen ganz andere sein.
Auch wenn neue Kameras deutlich leistungsstärker und überlegener sind, kann man in der Theorie jede Kamera für die Wildlifefotografie benutzen. Es ist am wichtigsten einfach erst einmal anzufangen, denn so findet man am besten heraus welche Funktionen man selbst benötigt. Wer am Anfang weniger ausgeben möchte, sollte unseren gebrauchten Kameras im Blick behalten, denn es muss an sich nicht immer das neueste sein, auch ältere Kameras erlauben einen Einstieg in die Tierfotografie.
